5. Juli 2017

Change-Management mit den richtigen KPIs

Change-Management mit den richtigen KPIs

Welche Veränderungen erwarten Sie von Ihren Mitarbeitern und welche von sich selbst?

Strategie

„Wenn ein Unternehmen sich kontinuierlich weiterentwickeln will, müssen sich auch alle Mitarbeiter mit entwickeln. Und wenn Sie als Führungskraft weiter nach alten Mustern arbeiten, tun die Mitarbeiter es auch.“

Diese Worte stammen vom dänischen Change-Management-Experten Thomas Leer-Jacobsen. Er untersucht, wie man herkömmliche Ziele und KPIs anders formulieren kann, um Organisationen zu verändern.

Historisch wurde Produktivität nur für die Arbeitnehmer gemessen. Aber wie messen wir z. B. die Umsetzung einer neuen Personalstrategie? Wir müssen umdenken von „Umsatz-KPIs“ hin zu „Change-KPIs“.

Thomas Leer-Jacobsen ermutigt Führungskräfte auf allen Ebenen, ihre Mitarbeiter anhand ihrer individuellen Fähigkeiten zu leiten und sich dabei auf ihr Entwicklungspotenzial zu konzentrieren.

„Das Entwicklungspotenzial Ihrer Mitarbeiter zu erkennen ist nicht einfach, aber es ist notwendig. Als Führungskraft sollten Sie wissen, welche speziellen Veränderungen Sie bei Ihren Mitarbeitern sehen wollen – und wie Sie diese herbeiführen. Es ist Ihre Verantwortung, auf jeden Einzelnen einzugehen. Sowas dauert, da gibt es keine schnellen Lösungen“, sagt Thomas.

Gleiche Erwartungen

Heute ist es üblich, dass Führungskräfte ihre Mitarbeiter ohne einen bestimmten Zweck in Seminare und Fortbildungen schicken.

„Ich empfehle immer, dass Vorgesetzte und Mitarbeiter vor jedem Change-Management-Kurs eine Art Vertrag schließen, in dem beide beschreiben, was sie von der anderen Person erwarten. Was ist neu? Was sollten wir weiterhin so machen – und was sollten wir in Zukunft unterlassen?“

Thomas erläutert weiter: „Nur in sehr seltenen Fällen bedenken die Leute, womit sie aufhören sollten. So werden alte Prozesse bloß durch ‚Change‘ ergänzt, und das ist ein Fehler.“

Wenn neue Aufgaben oder Kompetenzen hinzukommen, müssen Vorgesetzte unbedingt darüber nachdenken, welche Aufgaben, Gewohnheiten und Prozesse ihre Mitarbeiter einstellen sollten.

Zum Ziel hinführen

Gute Kommunikation ist der Schlüssel. Sie müssen klare Erwartungen und KPIs für ihre Wunschziele bestimmen, sowohl für positive als auch für negative.

„Wenn Sie sich nicht klar ausdrücken, wird sich nichts ändern und alle fallen in die alten Gewohnheiten zurück. Sie haben grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Wollen Sie als Vorgesetzter die Kontrolle haben, oder wollen Sie von Ihrem Mitarbeitern kontrolliert werden? Vor klaren Ansagen und Führung sollten Sie keine Angst haben. Die meisten Mitarbeiter vermissen eindeutige Vorgaben von ihren Chefs, und akzeptieren gerne ein gut begründetes ‚Nein‘.“

Die Change-KPIs sollten sowohl persönlich als auch auf Teamebene formuliert werden.

Von „Was habe ich davon?“ zu „Was haben wir davon?“

Wenn Sie Teamgeist statt Wettbewerb fördern, bringt das oft bessere Ergebnisse. Das kann aber natürlich von Unternehmen zu Unternehmen variieren.

„Führungsqualität heißt, beliebte aber auch unbeliebte Entscheidungen zu treffen. Wünschen Sie sich Teamgeist oder Konkurrenz unter Ihren Mitarbeitern? Sie haben die Wahl.“, fasst der Change-Management-Experte Thomas Leer Jacobsen von Leer Coaching und Consulting zusammen.

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