24. Mai 2017

Kommunizieren Sie häufig genug Face-to-Face?

Kommunizieren Sie häufig genug Face-to-Face?

Sitzt Ihr zukünftiger Chef in England? Arbeiten Sie mit Kollegen aus Singapur zusammen? Müssen Sie das Verkaufsteam in Spanien motivieren?

 

Virtuelle Teamarbeit wird für immer mehr Menschen zur Realität. Dies verlangt eine neue Art der Zusammenarbeit und flache Hierarchien. Die Digitalisierung spielt im täglichen Geschäftsleben eine immer wichtigere Rolle und „Remote Management“ ersetzt direkte Führung und persönliche Gespräche. 

Kommunikation ist einer der wichtigsten Führungsaufgaben 

Frederik Lindhardt ist Gründer von und leitender Berater des Unternehmens Virtual Rhetorics. Er berät zu den Themen digitales Management und Kommunikation. Seiner Ansicht nach ist es ganz entscheidend, sich auf die Kommunikation zu konzentrieren, wenn die virtuelle Zusammenarbeit erfolgreich sein soll. 

„Es klingt einfach. Und das ist es auch. Aber ich habe es in meiner Arbeit nur allzu oft erlebt, dass Führungskräfte die Angestellten bloß ‚informieren‘. Die Führungskräfte verschicken einfach nur Nachrichten über das Intranet, E-Mails zur Information oder unpersönliche Mitteilungen“, sagt Frederik Lindhardt. 

Er weist darauf hin, dass es für das Betriebsklima sehr gesund sei, wenn der Angestellte und die Führungskraft in der Kaffeeküche oder Kantine auch mal Small Talk halten. Während in der digitalen Welt Kommunikation ganz bewusst initiiert werden muss. 

„Die physische Distanz bewirkt letztlich auch eine mentale Distanz, die es der Führungskraft erschweren kann, ein Projekt erfolgreich umzusetzen. Daher muss sich die virtuelle Führungskraft darauf konzentrieren, Angestellte und Kollegen zu fördern und gleichermaßen mit einzubeziehen – vielleicht mehr, als dies früher der Fall war.“  

Management über verschiedene Standorte hinweg erfordert Face-to-Face Meetings

Virtuelles Management bedeutet nicht nur, den Newsletter online zu versenden oder das physische Meeting auf Skype zu verlagern. Es schafft eine grundlegend neue Art des Zusammenseins und der Zusammenarbeit. 

Dies hat für die virtuelle Führungskraft zwei wichtige Konsequenzen. Erstens wird die Führungsaufgabe anspruchsvoller:

„Im digitalen Zeitalter suchen wir zwischenmenschlichen Kontakt. Die Führungskraft muss weiterhin als Person verfügbar sein – sowohl nach außen als auch nach innen. Als Führungskraft werden Sie zur Visitenkarte für die Firma“, erklärt Frederik Lindhardt.

Zweitens ist es wichtig, mit den Angestellten persönlichen Kontakt zu halten.  

„Es mag paradox klingen, wenn man sagt, Sie sollten mit Ihren Mitarbeitern in engem Kontakt bleiben, wo doch Führungskräfte und Angestellte in zunehmendem Maße getrennt voneinander arbeiten. Eine engere emotionale Verbindung lässt sich jedoch herstellen, indem man das Telefonat anstelle der E-Mail wählt, man ein kurzes Video mit einer persönlichen Nachricht verschickt und man dafür sorgt, sein Gesicht häufig zu zeigen“, sagt er.  

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